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Graham Waterhouse, 2010

Actual concert / Aktuelles Konzert

Samstag, 12. März 2022, 19:30 Uhr
Kleiner Kammermusiksaal, Gasteig

Entdeckungen 2:
Musik für Mezzosopran, Cello und Klavier
von und mit Graham Waterhouse

G. Waterhouse: Hinx, Minx für Mezzosopran und Klavier (2016/2022)
G. Waterhouse: Les Tantrums d'Arlequin (2001/2012)
G. Waterhouse: Shravana für Mezzosopran, Cello und Klavier (2022, UA)
G. Waterhouse: Fergus für Mezzosopran und Klavier (2018)
Charles-Valentin Alkan: Sonate de Concert für Cello und Klavier (1857)

Anna-Doris Capitelli, Mezzosopran
Graham Waterhouse, Cello
Miku Nishimoto-Neubert, Klavier

CD

Skylla und Charybdis - Farao classics, 2020

Rhapsodie Macabre für Klavier und Streichquartett (2011)
Bei Nacht für Klaviertrio, op. 50 (1999)
Trilogy für Klavier und Streichquartett (2013)
Bells of Beyond für Klaviertrio (2013)
Kolomyka, from Polish Suite für Klaviertrio, op. 3 (1978)
Skylla und Charybdis für Klavierquartett (2014)

Stefan Drees, in Das Orchester, Mai 2021: Graham Waterhouse / Skylla und Charybdis – Kammermusik: "... ist die Produktion, unter Mitwirkung von Waterhouse am Cello entstanden, insgesamt sehr lohnenswert und zeichnet sich durch eine Fülle feiner musikalischer Details aus."

Did you know …

… that pianist Miku Nishimoto-Neubert, a prize winner of the Leipzig Bach Competition, has been described as "moving between capricious high spirits and a meditative inwardness"?
(27 October 2013)


Published / Veröffentlicht

Variations, Schott 2020

Film

Inspirations, Film von Nico Steencken, 2019

Recent works / Neue Werke

2022

Shravana

Shravana for mezzo-soprano, cello and piano
Shravana für Mezzosopran, Cello und Klavier

1. Gate Paragate
2. Om Tare
3. Vajrakilaya
4. Vokalise
5. Vaidurya

UA 12. März 2022, München

(de:) Shravana ist ein Sanskrit-Wort und bedeutet „Ich höre“. Ein Zyklus von fünf Stücken für Mezzosopran, Cello und Klavier basiert auf Anklängen an buddhistische Texte und Musik, bestrebt, die musikalischen Welten von langsamen, rituellen Mantras sowie bewegter buddhistischer Musik mit konzertanter europäischer Kammermusik zusammenzuführen.
1. Gate Paragate - Ein glockenartiges Motiv mahnt zur Aufmerksamkeit. Dann wird eine langsame Phrase wie ein Mantra in verschiedenen Variationen in Singstimme, Cello und Klavier wiederholt.
2. Om Tare - eine Art Rezitativ
3. Vajrakilaya - ein zeremonieller buddhistischer Tanz in ziemlich energischen, manchmal sogar aggressiven Bewegungen, in immer größeren Kreisen
4. Vokalise - lange Melisma-Phrasen in drei Strophen miteinander verwoben
5. Vaidurya - positive Energie im Buddhismus, in einer Entwicklung vom langsamen gedämpften Beginn zu einem Bekenntnis voll Zuversicht und Standhaftigkeit, in dem die Glocken des ersten Stücks in verklärter Form wieder auftauchen

(en:) Shravana is a Sanskrit word meaning "I hear", and five pieces form a cycle, each with Buddhist overtones. The voices of mezzo-soprano, cello and piano are used in various combinations throughout the cycle.
The first piece is slow, reflective. A bell-like motive calls the assembled company to attention. Then a slow mantra-like phrase is repeated in voice, cello and piano in different variations.
The second piece is a kind of recitative.
The third piece is a ceremonial Buddhist dance - quite vigorous, even aggressive at times, reflecting the abrupt movements in ever widening circles of the original Buddhist dance.
The fourth piece is a Vocalise - long melismata phrases weave together in three verses, the last of which transforms the final "chorus" refrain into a coda.
The final piece is an affirmation of the positive energy of Buddhism. The work begins slowly and subdues, but transforms into an outburst of optimism and steadfastness. The bells from the opening piece reappear in transfigured form to bring the work to an abrupt close.

1. Gate Gate, Paragate, Parasamgate Bodhi Svaha (The Heart Sutra):
Form ist Leere. Leere ist Form. Letztendlich führen all Phänomene ins Nichts.
Form is emptiness, emptiness is form. Ultimately all phenomena lead to nothingness.

2. Om Tare Tuttare Soha:
O Tara, du Retter, du Tröster, der alles auslöscht, was uns fürchten macht.
Oh Tara, thou saviour, thou comforter, thou vanquisher of that which makes us frightened.

5. Om Na me Bhagavate, Bhaisajye Guru, Vaidurya Prabha Ramayana Tathagataya.
Arhat, Samyak Sambuddhaya Tadyatha Om Bhaisajye, Bahaisajye, Maha Bhaisajye, Bhaisajye, Raja samudgate Svaha (The Medicine Sutra):
Ich verneige mich vor dem Meister der Medizin, vor dem König des Lapislichts, zu dem er gegangen ist, der Überwinder des Feindes, der vollkommene Buddha.
Zu dem bist du gegangen, zum höchsten König der Medizin, wahr ist es.

2021

SimoneQuint

SimoneQuint for cello solo
SimoneQuint für Cello solo

(de:) SimoneQuint, für eine Schülerin geschrieben, ist eine Hommage an Domenico Gabrieli, einen Cellisten und Komponisten der Renaissance, an dessen 370. Geburtstag im April 2021 das Stück begonnen wurde. Er war wahrscheinlich der erste Komponist, der vor Bach für Cello solo schrieb. Seine Ricercare stehen zwischen Reneaissance und Barock. Das neue Werk verbindet unterschiedlich Einflüsse: im 1. Satz den dorischen Modus, den Gabrieli liebte, im 2. Satz einen energischen Courante-Stil, im 3. Satz im Pizzikcato Harmonien, die an Hindemith erinnern, und im letzten, Gigue-artigen Satz chromatische Harmonien wie bei Reger.

UA 6. Februar 2022, München

Ex Tenebris

Ex Tenebris for cello and piano
Ex Tenebris für Cello und Klavier

(de:) Ex Tenebris, (lateinisch: „Aus Dunkelheit“) entstand im Sommer und Herbst 2021 und besteht aus zwei gegensätzlichen Sätzen.

Der erste Satz ist langsam, düster, teilweise vom gregorianischen Gesang inspiriert. Die Musik entfaltet sich langsam wie eine Prozession, beginnend auf der tiefen C-Saite und entwickelt bis zum hohen Tenor Register. Auf dem Höhepunkt erklingt die eröffnende Tremolofigur mit voller Kraft auf den beiden tiefsten offenen Saiten, bevor die Musik langsam bis in die hohe Tessitura des Instruments ansteigt. Sie kehrt schließlich zur Ruhe zurück.

Der zweite Satz beginnt mit einer knappen, zweitaktigen Phrase, wie Herausforderung und Antwort. Dieses Urmotiv wird im Verlauf des Satzes transponiert, vergrößert, ornamentiert und neu-instrumentiert. Der Satz ist geprägt von einer unterschwelligen Unruhe, die durch die abrupten Kontraste der aufgeregten Eröffnungsmusik und durch lyrische Episoden verstärkt wird. Die Musik spiegelt eine Suche nach Frieden und Zuversicht. Sie endet abrupt, der Dunkelheit vorerst entkommen, aber von Ruhe und Zufriedenheit noch weit entfernt.

UA 14. November 2021, München

Smithereens

Smithereens for solo cello
Smithereens für Cello solo

1 S
2 MN
3 IcE
4 TreE
5 HypeR
6 EveriE
7 RoguiH
8 ElephanT
9 EucalyptI
10 NightdreaM
11 SmithereenS

(de:) Smithereens entstand Anfang 2021, ursprünglich konzipiert als Sammlung von Studienstücken, doch es entwickelte sich zu einem Konzertstück mit 11 Sätzen.

Jeder Satz konzentriert sich auf einen einzelnen expressiven oder technischen Aspekt des Cellos. Die Sätze sind kontrastreich, sowohl spieltechnisch als auch stilistisch. Die im Corona-Lockdown geschriebenen Stücke sollten ein Spektrum an Klängen und Ausdrucksformen für Solo-Cello erschließen, ähnlich der Vielfalt der Kammermusik für mehrere Spieler.

Die Impulse für die elf Miniatur-Tondichtungen kamen teilweise von den fantasievollen Stücktiteln, die sich aus Buchstabenkombinationen des Wortes Smithereens ergeben, sowohl vorwärts als auch rückwärts geschrieben. Vierzeilige Gedichte wurden verfasst, um bestimmte musikalische Zusammenhänge innerhalb der Stücke zu beleuchten. Die Gedichte sind entweder zwischen den Sätzen vorzulesen oder zu projizieren.

UA 14. November 2021, München