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Graham Waterhouse, 2010

Actual concerts / Aktuelle Konzerte

Saturday, 26 November 2022
Royal Institution of Great Britain, London

Lecture/Demonstration by Dr Andrew Z. Szydlo

Hydrogenesis for a capella choir on a scientific Latin text (2022, UA)
Highgate School Consort

Samstag, 5. November 2022, 19:00 Uhr
Allerheiligen-Hofkirche der Münchner Residenz

GW60
Festkonzert zum 60. Geburtstag von Graham Waterhouse

Praeludium op. 32 für Klavier (1992)
Skylla und Charybdis für Klavierquartett (2014)
Dragonesque für Cello und Klavier (2017)
Alchymic Quartet für Streichquartett (2022, UA)
Concentricities für Klarinette, Cello und Klavier (2019)
Streichsextett op. 1 (1979-2013)

Laudatio: Dr. Andrew Z. Szydlo (London)

Hans-Joachim Mohrmann - Klarinette
David Frühwirth, Clément Courtin - Violine
Konstantin Sellheim, Valentin Eichler - Viola
Katerina Giannitsioti, Eva Hofmann, Graham Waterhouse - Violoncello
Anna Karapetyan, Nuron Mukumi, Cosima Fischer von Mollard, Katharina Sellheim - Klavier
Philharmonisches Streichquartett München (Bernhard Metz, Clément Courtin, Konstantin Sellheim, Manuel von der Nahmer)

Programm, Video

CD

Skylla und Charybdis - Farao classics, 2020

Rhapsodie Macabre für Klavier und Streichquartett (2011)
Bei Nacht für Klaviertrio, op. 50 (1999)
Trilogy für Klavier und Streichquartett (2013)
Bells of Beyond für Klaviertrio (2013)
Kolomyka, from Polish Suite für Klaviertrio, op. 3 (1978)
Skylla und Charybdis für Klavierquartett (2014)

Stefan Drees, in Das Orchester, Mai 2021: Graham Waterhouse / Skylla und Charybdis – Kammermusik: "... ist die Produktion, unter Mitwirkung von Waterhouse am Cello entstanden, insgesamt sehr lohnenswert und zeichnet sich durch eine Fülle feiner musikalischer Details aus."

Did you know …

… ... that Graham Waterhouse began his String Sextet op. 1 in 1979, and completed it 34 years later? (5 May 2016)


Published / Veröffentlicht

Fantasia Ucraina (2022), Variations (2020), Concentricities (2019), all by Schott

Film

Inspirations, Film von Nico Steencken, 2019

Recent works / Neue Werke

2022

Alchymic Quartet

Alchymic Quartet for string quartet
Alchymic Quartet für Streichquartett

UA 4./5. November 2022, München

(de:) Alchymic Quartet wurde im Herbst 2022 komponiert. Es reflektiert eine Reihe chemischer Versuche, die Andrew Szydlo an Highgate School durchführte. Dazu gehören Chromatographie, raffinierte Farbveränderungen von Flüssigkeiten, sowie die Umwandlung einer Substanz von Gas zu Festkörper. Musik und Chemie bilden eine Art zweistimmigen Kontrapunkt, in der jede Stimme die andere ergänzt. Chemie und Musik befassen sich mit Umwandlung en, Entwicklungen und Reaktionen im weitesten Sinne.

Fantasia Ucraina

Fantasia Ucraina for two violins
Fantasia Ucraina für zwei Violinen

UA 10. April 2022, Herzfelde

(en:) On 11th February 2022 an invitation arrived from the Ukranian National Tchaikovsky Academy of Music in Kyiv to participate in the Second International Festival "New Music in Ukraine" later that month. Whilst thinking about repertoire, the situation deteriorated, and it became clear that there would be no way of attending the festival. Two days after the begin of the invasion of Ukraine, I received a request from Duo ASAP, Munich, to write a work connected in some way to Ukraine for a concert on the same day. Fantasia Ucraina was finished by mid-afternoon and first performed on 10th April 2022 in the church of Herzfelde, near Templin, Brandenburg. There followed further performances in other European countries, including in UK, Austria, Switzerland and Spain. A notable performance was played on 21st April by the young Polish violinists Anna Korkowska and Kaja Winiarska, wearing Ukrainian national dress, at the Central Music School in Krosno, South-East Poland, about 90 km from the Ukrainian border.

A fragment of a Ukrainian folk-song with its characteristic augmented second, as well as the Ukranian national anthem, "Shche ne vmerla Ukrayina" (Ще не вмерла Україна, lit. 'Ukraine has not yet perished') are quoted in Fantasia Ucraina. The introduction and the postlude suggest the wide-open plains and steppes of central Ukraine. The hymn undergoes two variations before transforming into the optimistic tonality of D major. It is with echoes of the folk song that the work draws to a peaceful and serene close.

(de:) Mitte Februar 2022 kam eine Einladung des Konservatoriums von Kyiv, später im selben Monat an einem Festival für Neue Musik teilzunehmen. Während ich über das Programm nachdachte, verschlechterte sich die Lage, und es wurde klar, dass es keine Möglichkeit geben würde, am Festival teilzunehmen. Am 26. Februar, zwei Tage nach dem Beginn der Invasion der Ukraine, erhielt ich eine Anfrage vom Münchner Duo ASAP, für ein Konzert am selben Tag ein Werk mit Bezug zur Ukraine zu schreiben. Fantasia Ucraina wurde am Nachmittag fertiggestellt und am 10. April 2022 in der Herzfelde Kirche bei Templin in Brandenburg uraufgeführt. Es folgten weitere Aufführungen in anderen europäischen Ländern, darunter in Großbritannien, Österreich, Schweiz und Spanien. Am 21. April 2022 spielte die jungen polnischen Geigerinnen Anna Korkowska und Kaja Winiarska eine bemerkenswerte Aufführung in ukrainischer Nationaltracht in der Zentralen Musikschule in Krosno, Südostpolen, etwa 90 km von der ukrainischen Grenze entfernt.

Ein Fragment eines ukrainischen Volksliedes mit einer charakteristischen übermäßigen Sekunde sowie die ukrainische Nationalhymne „Schtsche ne wmerla Ukrajina“ (Ще не вмерла Україна, lit. „Noch ist die Ukraine nicht gestorben“) werden in Fantasia Ucraina zitiert. Die Einleitung und das Nachspiel suggerieren die weiten Ebenen und Steppen der Zentral-Ukraine. Die Hymne durchläuft zwei Variationen, bevor sie in die optimistische Tonalität von D-Dur wechselt. Mit friedlichen und leisen Anklängen an das Volkslied schließt das Werk.

Shravana

Shravana for mezzo-soprano, cello and piano
Shravana für Mezzosopran, Cello und Klavier

1. Gate Paragate
2. Om Tare
3. Vajrakilaya
4. Vokalise
5. Vaidurya

UA 12. März 2022, München

(en:) Shravana is a Sanskrit word meaning "I hear", and five pieces form a cycle, each with Buddhist overtones. The voices of mezzo-soprano, cello and piano are used in various combinations throughout the cycle.
The first piece is slow, reflective. A bell-like motive calls the assembled company to attention. Then a slow mantra-like phrase is repeated in voice, cello and piano in different variations.
The second piece is a kind of recitative.
The third piece is a ceremonial Buddhist dance - quite vigorous, even aggressive at times, reflecting the abrupt movements in ever widening circles of the original Buddhist dance.
The fourth piece is a Vocalise - long melismata phrases weave together in three verses, the last of which transforms the final "chorus" refrain into a coda.
The final piece is an affirmation of the positive energy of Buddhism. The work begins slowly and subdues, but transforms into an outburst of optimism and steadfastness. The bells from the opening piece reappear in transfigured form to bring the work to an abrupt close.

(de:) Shravana ist ein Sanskrit-Wort und bedeutet „Ich höre“. Ein Zyklus von fünf Stücken für Mezzosopran, Cello und Klavier basiert auf Anklängen an buddhistische Texte und Musik, bestrebt, die musikalischen Welten von langsamen, rituellen Mantras sowie bewegter buddhistischer Musik mit konzertanter europäischer Kammermusik zusammenzuführen.
1. Gate Paragate - Ein glockenartiges Motiv mahnt zur Aufmerksamkeit. Dann wird eine langsame Phrase wie ein Mantra in verschiedenen Variationen in Singstimme, Cello und Klavier wiederholt.
2. Om Tare - eine Art Rezitativ
3. Vajrakilaya - ein zeremonieller buddhistischer Tanz in ziemlich energischen, manchmal sogar aggressiven Bewegungen, in immer größeren Kreisen
4. Vokalise - lange Melisma-Phrasen in drei Strophen miteinander verwoben
5. Vaidurya - positive Energie im Buddhismus, in einer Entwicklung vom langsamen gedämpften Beginn zu einem Bekenntnis voll Zuversicht und Standhaftigkeit, in dem die Glocken des ersten Stücks in verklärter Form wieder auftauchen

1. Gate Gate, Paragate, Parasamgate Bodhi Svaha (The Heart Sutra):
Form ist Leere. Leere ist Form. Letztendlich führen all Phänomene ins Nichts.
Form is emptiness, emptiness is form. Ultimately all phenomena lead to nothingness.

2. Om Tare Tuttare Soha:
O Tara, du Retter, du Tröster, der alles auslöscht, was uns fürchten macht.
Oh Tara, thou saviour, thou comforter, thou vanquisher of that which makes us frightened.

5. Om Na me Bhagavate, Bhaisajye Guru, Vaidurya Prabha Ramayana Tathagataya.
Arhat, Samyak Sambuddhaya Tadyatha Om Bhaisajye, Bahaisajye, Maha Bhaisajye, Bhaisajye, Raja samudgate Svaha (The Medicine Sutra):
Ich verneige mich vor dem Meister der Medizin, vor dem König des Lapislichts, zu dem er gegangen ist, der Überwinder des Feindes, der vollkommene Buddha.
Zu dem bist du gegangen, zum höchsten König der Medizin, wahr ist es.

2021

SimoneQuint

SimoneQuint for cello solo
SimoneQuint für Cello solo

SimoneQuint, für eine Schülerin geschrieben, ist eine Hommage an Domenico Gabrieli, einen Cellisten und Komponisten der Renaissance, an dessen 370. Geburtstag im April 2021 das Stück begonnen wurde. Er war wahrscheinlich der erste Komponist, der vor Bach für Cello solo schrieb. Seine Ricercare stehen zwischen Reneaissance und Barock. Das neue Werk verbindet unterschiedlich Einflüsse: im 1. Satz den dorischen Modus, den Gabrieli liebte, im 2. Satz einen energischen Courante-Stil, im 3. Satz im Pizzikcato Harmonien, die an Hindemith erinnern, und im letzten, Gigue-artigen Satz chromatische Harmonien wie bei Reger.

UA 6. Februar 2022, München

Ex Tenebris

Ex Tenebris for cello and piano
Ex Tenebris für Cello und Klavier

(de:) Ex Tenebris, (lateinisch: „Aus Dunkelheit“) entstand im Sommer und Herbst 2021 und besteht aus zwei gegensätzlichen Sätzen.

Der erste Satz ist langsam, düster, teilweise vom gregorianischen Gesang inspiriert. Die Musik entfaltet sich langsam wie eine Prozession, beginnend auf der tiefen C-Saite und entwickelt bis zum hohen Tenor Register. Auf dem Höhepunkt erklingt die eröffnende Tremolofigur mit voller Kraft auf den beiden tiefsten offenen Saiten, bevor die Musik langsam bis in die hohe Tessitura des Instruments ansteigt. Sie kehrt schließlich zur Ruhe zurück.

Der zweite Satz beginnt mit einer knappen, zweitaktigen Phrase, wie Herausforderung und Antwort. Dieses Urmotiv wird im Verlauf des Satzes transponiert, vergrößert, ornamentiert und neu-instrumentiert. Der Satz ist geprägt von einer unterschwelligen Unruhe, die durch die abrupten Kontraste der aufgeregten Eröffnungsmusik und durch lyrische Episoden verstärkt wird. Die Musik spiegelt eine Suche nach Frieden und Zuversicht. Sie endet abrupt, der Dunkelheit vorerst entkommen, aber von Ruhe und Zufriedenheit noch weit entfernt.

UA 14. November 2021, München

Smithereens

Smithereens for solo cello
Smithereens für Cello solo

1 S
2 MN
3 IcE
4 TreE
5 HypeR
6 EveriE
7 RoguiH
8 ElephanT
9 EucalyptI
10 NightdreaM
11 SmithereenS

(de:) Smithereens entstand Anfang 2021, ursprünglich konzipiert als Sammlung von Studienstücken, doch es entwickelte sich zu einem Konzertstück mit 11 Sätzen.

Jeder Satz konzentriert sich auf einen einzelnen expressiven oder technischen Aspekt des Cellos. Die Sätze sind kontrastreich, sowohl spieltechnisch als auch stilistisch. Die im Corona-Lockdown geschriebenen Stücke sollten ein Spektrum an Klängen und Ausdrucksformen für Solo-Cello erschließen, ähnlich der Vielfalt der Kammermusik für mehrere Spieler.

Die Impulse für die elf Miniatur-Tondichtungen kamen teilweise von den fantasievollen Stücktiteln, die sich aus Buchstabenkombinationen des Wortes Smithereens ergeben, sowohl vorwärts als auch rückwärts geschrieben. Vierzeilige Gedichte wurden verfasst, um bestimmte musikalische Zusammenhänge innerhalb der Stücke zu beleuchten. Die Gedichte sind entweder zwischen den Sätzen vorzulesen oder zu projizieren.

UA 14. November 2021, München