Graham Waterhouse
composer and cellist
Graham Waterhouse
Komponist und Cellist
Music in May:
PhD Forum, Birmingham
in nomine for cello solo
Music in April:
Church service and Martinee
in nomine for cello solo
PhD Forum, Birmingham
in nomine for cello solo
Music in April:
Church service and Martinee
in nomine for cello solo
Musik im Mai:
PhD Forum, Birmingham
in nomine for cello solo
Musik im April:
Gottesdienst und Martinee
in nomine for cello solo
PhD Forum, Birmingham
in nomine for cello solo
Musik im April:
Gottesdienst und Martinee
in nomine for cello solo
Did you know ...
... that Chieftain's Salute, composed by Graham Waterhouse, is scored for Great Highland Bagpipe and string orchestra? (22 August 2009)
... that Chieftain's Salute, composed by Graham Waterhouse, is scored for Great Highland Bagpipe and string orchestra? (22 August 2009)
Aktuelle Werke
2013
in nomine for cello soloUA 14. April 2013, Idstein
UK premiere 21 May 2013, Birmingham
The Vasty Deep Tondichtung für Orchester
UA 17. März 2013, Offenbach
de: Die Worte "the vasty deep" stammen aus Shakespeares historischem Drama "Henry IV", Teil 1. Der rebellische wallisische "nobleman" Owen Glendower protzt mit seinen besonderen Fähigkeiten, Geister und Urkräfte zu beschwören: "I can call spirits from the vasty deep", behauptet er, "Ich kann Geister aus unermesslichen Tiefen rufen". "Vasty" ist eine Wortschöpfung von Shakespeare, abgeleitet von "vast" (unermesslich, riesig oder gewaltig). Das Stück beginnt "mormorando" in den Tiefen des Orchester, in Celli, Kontrabässen und Harfe. Ein punktiertes Motiv tastet seinen Weg durch die Register des orchestralen Gewebes bis in die Höhe. Die langsame Bewegung wird abgelöst von einer quirligen Episode in meist schnellen Triolen, die Glendowers "spirits" (Geister) andeuten. Zum Schluss kehren die Geister in die Tiefe zurück, aus der sie gekommen sind, das Werk blendet in die tiefen Klänge des Anfangs ab.
The Bandersnatch für Klaviertrio
UA 16. März 2013, Salem, Virginia
en: "The Bandersnatch" is the name of an invented creature from Lewis Carroll's famous nonsense poem "The Jabberwocky", which appeared in his novel "Through the Looking Glass" (1874). Neither in this poem nor in another mention in "The Hunting of the Snark" is there any clear description of the Bandersnatch. After hearing the "Jabberwocky", Alice herself comments that the poem fills her head with ideas, but that she does not know what they are. Carroll's words do indeed seem to have subtle over-tones, just as do low, resonant notes and certain chords. The adjective "frumious" hints at both ferocious and ominous. The shroud of mystery surrounding the Bandersnatch remains - adding to its fascination.
The piece, written for the Kandisnky Trio, approximates to the form of Scherzo and Trio and uses quite abrupt and contradictory musical gestures, in keeping with a creature found in a world behind the Looking-glass. Unconventional playing devices such as col legno gettato, sul ponticello and Bartok pizzicato also play their part in evoking the Lewis Carroll's make-believe, fantasy world.
Sonata ebraica für Viola und Klavier
1. Grave, pesante - Allegro
2. Adagio piangendo, serioso
3. Allegro vivo
UA 3. Februar 2013, München
de: Das Wort wurde im Winter 2012/13 in München komponiert. Es ist die erste Sonate des Komponisten, der gern auf traditionelle Formen zurückgreift, und auch sein erstes Solo-Werk für Viola. Er versteht die Gattung als Herausforderung, avancierte technische Elemente der beiden Instrumente mit einer klar gegliederten Form in Einklang zu bringen. Außerdem betrachtet er die Sonate als die Entfaltung eines narrativen Ereignisses, geprägt von der Auseinandersetzung zweier gleichwertiger Protagonisten. Das Material entfaltet sich im Dialog zwischen den Instrumenten, die agieren und aufeinander reagieren. Das Werk bietet für den Viola-Spieler eine besondere Herausforderung - die Stimme besteht einerseits aus virtuosen Passagen, berücksichtigt aber auch die tiefen, klangvollen Register der Bratsche.
Der erste Satz eröffnet mit einer langsamen, feierlichen und deklamatorischen Einleitung. Glockenklänge im Klavier erinnern an eine jüdische religiöse Versammlung. Diese eindringlichen Klänge mit reichen Terz- und Quint-Obertönen kehren während des Werkes immer wieder. Das folgende Allegro beginnt mit einem ernsten, vorwärts strebenden Thema, das tief auf der C-Saite des Instruments beginnt und sich nach und nach bis auf die A-Saite hocharbeitet. Als Seitenthema erklingt ein derbes pizzicato-Motiv. Eine Saitenwechsel-Passage, fünfmal wiederholt mit stets steigender Spannung, wird abrupt unterbrochen durch die Glocken-Akkorde, gefolgt von einer ätherischen Flageolett-Passage. Eine Reprise des Allegro-Materials schließt sich an, allerdings transponiert, verkürzt und variiert.
Der zweite Satz, langsam und getragen, ist eine Art Diskurs zwischen weit gespannten Klavierakkorden und rezitativischen Phrasen der Viola. Am Ende des Satzes erklingt in gedämpfter Stimmung das bekannte jüdische Volkslied "Am Kamin", kombiniert mit den weitgespannten Phrasen vom Anfang des Satzes, diesmal im Klavier.
Der letzte Satz basiert auf einer vertrackten Figur aus einer Anthologie jüdisch-amerikanischer Geigen-Stücke des frühen 20. Jahrhunderts. Immer wieder bleibt die dringliche Bewegung kurz stehen, bevor sie wieder aufgenommen wird. Formal sind zwei Episoden eingeflochten, die erste besteht aus einem lyrischen Thema, begleitet von einem chromatischen Bass in Achtelnoten, die zweite aus einem rhythmischen Motiv mit drei heftigen, protestierenden Abstrich-Akkorden über einem beharrlichen Ostinato-Bass. Der Dialog Viola und Klavier türmt sich auf zu einer hitzigen Auseinandersetzung. Erst gegen Ende des Stücks scheint der Sturm zur Ruhe zu kommen. In einer Coda vereinen sich die Kräfte, bevor die Anfangsfiguration der Viola das Werk zum Schluss führt.
en: Edwin Roxburgh remarked to the composer: "Your Sonata is very affecting, giving the viola a passionate character in the work’s compelling virtuosity and expressive focus. I’ve always been a fan of Bloch's Suite in which he quotes a Yiddish melody. But yours shows a more subtle fusion of the melody with your own material."
2012
Malarky Introduction und Allegro, für Violine und KlavierUA 3. März 2013, München
Red Campion für Klarinette solo
UA 14. Oktober 2012, Stratford
Christopher Morley, Birmingham Post:
"We also heard the premiere of Graham Waterhouse's Red Campion for solo clarinet, its four minutes drawing a huge range of dynamic control from Johnson during the climb to the highest of registers, nature-awakening flutterings growing out of long notes in a reminder of Messiaen."
Fälle nach Daniil Charms, Octo-opus für acht parliirende Cälli
(für 8 Sprechstimmen und 8 Violoncelli)
UA 4. November 2012, München
de: Das Stück wurde für das Ensemble Celli con Carne im Sommer 2012 geschrieben als Vertonung eines Gedichtes des russischen Dichters Daniil Charms für Sprechstimmen und acht Celli. Der Dichter gehörte zum Freundeskreis Schostakowitschs und kam früh ums Leben wie so viele seiner intellektuellen und künstlerischen Zeitgenossen in der spätstalinistischen Ära. Sein Gedicht ist abgründig – am bittersten Rand zwischen Ironie, schwarzem Humor und Boshaftigkeit, verbunden mit Resignation und Zuversicht („Alles gute Menschen…“). Wie so oft bei russischer Literatur weiß man nicht, ob man weinen oder lachen soll. Der Text wird auf alle acht Spieler verteilt, wobei die Spieler 1 und 5 führende Rolle übernehmen. Im Laufe des Stückes werden der Dichter und der Komponist namentlich erwähnt.
Halleluja St. Martin 2012 für Chor
Molto moderato
UA 3. Juni 2012, Idstein
de: In Ergänzung zu zwei kurzen vierstimmigen Werken für den liturgischen Gebrauch entstand 2012 ein drittes auf das Thema GL 530,1.
In blauen Linien (nach Rilke) für Flöte, Violine, Viola und Violoncello
UA 22. April 2012, München
auf einen Abschnitt aus Rilkes "Die heiligen drei Könige"
Prophetiae Sibyllarum für Streichquartett
UA 22. April 2012, München
UK premiere 23 October 2012, Birmingham